Früher war es ein einfach Spiel: Man konnte mit harten Ankertexten um sich schmeißen und die Ranking kamen auf kurz oder lang. Doch seit dem Penguin 1.0 Update, hat Google das Spiel geändert und mag seit dem Ankertexte nicht mehr in einer so hohen Dosierung im Linkbuilding.

Heute wurde nun das Penguin 2.0 Update losgelassen und Google hat noch einmal an der Ankertext schraube gedreht und wieder Abreit für die Offpage Optimimierung kreiert.

 

Was bisher noch gerade so durchgerutscht ist, wird nun Bestraft. Das Update hatte eine Auswirkung auf 2,3% der Suchergebnisse (im Englischsprachigem Raum)

Besonders Altlasten werden durch Penguin zum Problem

 

Schlechter Ankertexte

Beispiel einer schlechten Ankertextverteilung! Hier haben über 50% der Links den selben Ankertext

Das Problem beim Penguin-Update und der Ankertextgewichtung ist das folgende: Was gestern noch zu guten Rankings geführt hat, kann beim nächsten Update der Seite schaden!

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“ nicht wenige Menschen leben nach diesem Motto, doch das Internet vergisst nicht.

Bedenken Sie immer wenn Sie einen Link legen, das dieser auch noch in 5 oder sogar 10 Jahren bestand haben kann. Dies gilt für die Linkauswahl im allgemeinen, den Ankertext und auch den umgebenden Content

Daher werden die Altlasten die eine Webseite mit sich rumschleppt über den Zeitablauf immer größer. Wer da früher leichtsinnig war, kriegt im Hier und Jetzt ein Problem.

Wie würde der „normale“ User verlinken?

Wenn Sie einem Freund oder Ihrer Freundin einen Link per Mail oder Instantmessenger schicken, nutzen Sie da einen Ankertext? Wohl kaum! Sie versenden den Link so, wie Sie diesen aus dem Browser heraus kopiert haben mit der URL.

Und ob dies nun in Foren, Blogs oder sonst wo ist, kaum jemand verlinkt ernsthaft mit einem harten Ankertext, wenn dieser die Inhalte hinter dem Link verteilen möchte.

Genau diese Frage: „Wie würde der normale User verlinken?“ stellt sich auch unser Tante Google  und kommt zu dem Ergebnis – Ein Ankertext nutze ich persönlich kaum wenn ich einen Link teilen will, daher werde ich ab sofort eine zu hohe Ankertextdichte bestrafen – Das Ergebnis ist uns heute unter dem Begriff Penguin-Update bekannt.

Lasst Google die Relevanz selber herstellen

Früher wurde oft angeführt das man durch einen harten Ankertext eine Relevanz zum Suchbegriff schaffen kann. Man kann, jedoch ist dies nur nötig wenn die Relevanz der Inhalte auf der Seite nicht ausreichend sind und dann sollte man sich selbst nochmal Gedanken über den Inhalt machen, ob dieser überhaupt zum Suchbegriff  „XY“ ranken sollte.

Früher: Themenrelevanz wurde über den Linktext geschärft

Früher: Themenrelevanz wurde über den Linktext geschärft

Wer auf eine saubere Onpageoptimierung setzt und  dem Nutzer einen Mehrwert bietet, schafft automatisch eine Relevanz zum gewünschten  Suchbegriff. Hier müssen dann keine weiter Faktoren von Außen heran getragen werden.

Heute: Relevanz wird über die Inhalte der Webseite geschaffen.

Heute: Relevanz wird über die Inhalte der Webseite geschaffen.

Sehen Sie Links einfach als eine Empfehlung und nicht als ein Mittel zum Zweck! Denn wenn wenn Sie hochwertige Inhalte liefern, dann werden Sie auch Empfehlungen erhalten.

Fazit

Da jedes Google Update, besonders im Bezug auf den Backlinkaufbau neue Gefahren mit sich bringt, sollte man meiner Meinung nach in Zukunft komplett auf harte Ankertexte verzichten! Denn der Suchmaschinenriese braucht Ankertexte nicht mehr um eine Relevanz zwischen Link und Inhalten herzustellen – Google erkennt die Relevanz zum entsprechenden Suchbegriff auch über die Inhalte auf der eigenen Seite.

Nur so kann man in Zukunft zu 100% sicher sein, nicht vom nächsten Penguin-Update getroffen zu werden!

Tobias Clement

Ist ein begeisterter Suchmaschinenoptimierer und leidenschaftlicher Linkbuilder, immer auf der Suche nach neuen Trends und Taktiken, um Ihre Webseite zum Erfolg zu bringen.

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10 responses on “Ankertexte die tickende Zeitbombe

  1. Andreas sagt:

    Mit den Altlasten muss ich dir absolut Recht geben, die sind oftmals das Problem. Deshalb würde ich aber niemals Backlinks löschen, löschen lassen oder abwerten.

    • Tobias Clement sagt:

      Hallo Andreas,

      es geht hier nicht ums löschen lassen. Wenn man jedoch ein paar Sidewide-Backlinks mit harten Ankertexten hat, so können diese schnell den Penguin auf die Tagesordnung rufen. Daher empfehle ich bei solchen Links einfach den Ankertext zu zu ändern, so das dieser wie oben beschrieben – natürlich wirkt!

      Beste Grüße

  2. Als seit 1996 im Web publizierende Bloggerin möchte ich dem widersprechen! Für E-Mail stimmt. dass man gerne die URL schickt – in Blogs gilt ein bloßes Abbilden der URL immer schon und auch heute noch zu Recht als schlechtes Coden/Webdesign, da HTML ja das a href-TAG zur Verlinkung mit einem sinnvollen Text anbietet, der auch dem LESER sagt, um was es sich handelt.

    Jeder Editor bietet dem entsprechend die Möglichkeit, einen Text zu markieren und den Link auf diesen Text zu setzen.
    Da in Kommentaren meist kein Editir zur Verfügung steht und Nicht-Bloggende meist keinen HTML-Link setzen können, finden sich DORT wiederum häufig URLS.

    In sozialen Netzen wie FB und G+ setzt das System eingegebene URLs in Titel-Links mit Anreissern um.

    Nun überall nurmehr URLS zu verlinken, wäre demnach alles andere als „natürliches Verhalten“! Und für die Leser ein Graus!!!!

    • Tobias Clement sagt:

      Hallo Claudia,

      da muss ich dir Recht geben, es wäre schrecklich 🙂

      Natürlich ist meine Aussage etwas überspitz und soll auch zu einer kontroversen Diskussion führen! Es geht grundsätzlich darum, wenn man AKTIV Linkaufbau betreibt man die Links die man setzt, lieber ohne „harte“ Ankertexte setzt ob das jetzt mit der URL ist, oder auch mit einem „Hier bekommt Ihr weitere Infos zu Thema“ geschieht ist dabei egal. Wer jedoch heute noch noch mit „Kredit“ „Versicherung“ „Kfz“ seine Kollegen verlinkt tut ihnen dabei nicht wirklich etwas gutes – da Tante Google sowas (in zu großem Maße) nicht gerne sieht.

  3. Henry sagt:

    Naja, die Aussage „und somit eine viel höhere Durchschlagskraft als noch Penguin 1.0.“ stimmt nicht wirklich, Pinguin 1.0 hatte 3.1% …

  4. Rudolf sagt:

    ich denke, es ist wichtig „natürlichkeit“ (der ancher-links) als ganzes und im ganzen zu sehen. man sieht es ja bereits in den paar kommentaren hier -> claudia und tobias vertreten z.T. eine andere meinung und beide verlinken wie sie meinen, dass es gut (für den user, für die suchmaschine) ist. was ich eigentlich sagen will: die gesunde mischung aus harten ankertexten und anchers wie „finden sie hier“ wird wahrscheinlich am natürlichsten sein…
    ich glaube aber auch, dass seitenweite verlinkungen mit keyword-ankern noch gefährlicher werden…

  5. Stimmt es hat jetzt viele Domains mit „Keyword Urls“. Die setzt man am besten hauptsächlich intern ein. Von Extern eigentlich höchst selten.

  6. Sebastian sagt:

    Hi Tobias, über dieses Thema denke ich auch schon seit Wochen nach und bin froh, hier ähnliche Gedanken lesen zu dürfen. Auch wenn ich erst jetzt auf deinen Post gestoßen bin.

    Ich muss deiner Analyse vollkommen recht geben, denn auch ich bin der Meinung, dass Google eigentlich keine Linktexte mehr braucht um eine Relevanz herzustellen. Genauso wie (Keyword-) Domainbezeichnungen. Google kann anhand des Contents, der Struktur und nicht zuletzt durch die interne Verlinkung sehr wohl das Thema/Keyword extrahieren, bzw. die Relevanz zu passenden Suchanfragen herstellen und einen entsprechend dazu ranken.
    Momentan sieht es so aus, dass viele die alten Linktexte (wenn möglich) in Brandlinks ändern und ausschließlich Brandlinks aufbauen. Doch ein zu hoher Anteil an Brandlinktexten ist am Ende ja auch unnatürlich.

    So stellt sich die für den völlig betriebsblinden, moneykeygeilen SEO am Ende die Frage: Wie verlinken denn normale Leute? 😉

  7. Franny sagt:

    Sehr interessanter Artikel

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