Fallstudie: Der Weg aus dem Pinguin

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Nichts hat die Suchmaschinenoptimierer in letzter Zeit so aus der Fassung gebracht wie das letzte Penguin-Update. Obwohl nur rund 3% aller Webseiten betroffen sein sollen, hat es gefühlt fast jeden zweiten Suchmaschinenoptimierer getroffen. Denn dieses Update hatte es in sich, es wurde auf den Backlinkaufbau abgezielt, welches zweifellos die Königsdisziplin der Optimierung darstellt und von vielen leider zu exzessiv betrieben worden ist.

In diesem Posting möchte ich an einem Fallbeispiel zeigen, wie man eine Webseite aus dem Penguin-Update wieder herausholen kann und welche Methoden genau dazu genutzt worden sind.

 

Die Ausgangslage der betroffenen Webseite

Alles beginnt, wie so oft, mit dem Anruf eines verzweifelten Webseitenbetreibers und der Angst durch das verlorene Ranking einen Großteil seines Umsatzes zu verlieren.

Bei der Domain handelt sich um eine 14 Jahre, 6 Monate alte Domain laut WaybackMaschine, somit war bereits ein gute Au

sgangssituation vorhanden.

Absturz der Sichtbarkeit

Wie gut zu erkennen ist wurde die Domain ganz klar vom Penguin-Update getroffen, da der Abfall des Ranking zwischen dem 23.04 und dem 30.04 zu erkennen ist. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Webseite eine Sichtbarkeit von 0,4866 Punkten nach Sistrix und hatte zum Hauptkeyword (Moneykey) ein Ranking in den Top 3.

Ein Link-Audit der eingehenden Linktexte brachte dann die Gewissheit dass eine viel zu hohe Keyworddichte von über 27% zum Hauptkeyword vorhanden war, welches den Google Penalty ausgelöst hatte. Es war eine klassische Überoptimierung der Webseite und man konnte recht schnell erkennen dass bei der vorhergehenden Optimierung einfach nicht genug auf Diversität in den eingehenden Linktexten geachtet worden ist, bzw. was bis zu diesem Zeitpunkt auch noch immer gut funktioniert hat. Genau solche Webseiten wollte Google treffen, die Webseiten, welche kein natürliches Linkprofil aufweisen und bei einer Ankertextdichte von über 27% ist nicht mehr davon auszugehen.

Jedoch sollte man sich davor hüten hier zu pauschalisieren, je nach Nische, kann auch eine Keyworddichte von 50% noch natürlich sein. Hierzu sollte man sich die Linkprofile der Top 10 Konkurrenz ansehen um hier eine Empfehlung abgeben zu können, daher sind diese Werte immer relativ zu sehen und nicht absolut. In unserem Beispiel lag die Ankertextdichte der Konkurrenz jedoch bei ca. 17-24%, somit war die Ankertextdichte in diesem Fall zu hoch!

Der Weg aus dem Penguin – zurück zu den alten Rankings

Hier nun erst einmal vorab der Screenshot der Sistrix-Sichtbarkeit nach den Optimierungen. Nach den Optimierungen hat die Webseite wieder vollständig zu den alten Rankings zurück gefunden, was sich auch in der Sichtbarkeit von 0,4941 Punkten ausdrückt.

Webseite vollständig erholt nach Optimierung

Was wurde gemacht um aus dem Penguin-Update heraus zu kommen? Vorab möchte ich sagen das keine Links abgebaut worden sind, auch wenn dies in letzter Zeit immer wieder durch die SEO-Szene gegangen ist und immer wieder propagiert wurde dies zu machen, zuletzt auch auf der SEMSEO12 in Hannover. Meiner Meinung nach verursacht ein Linkabbau einfach Unverhältnismäßig hohe Kosten und ist auch nicht sonderlich Produktiv. Es geht beim Penguin-Update um die Ankertextdichte, diese darf relativ zur Konkurrenz gesehen nicht zu hoch sein. Daher sollte das Ziel der Optimierung sein, diese Ankertextdichte zu verwässern und dies möglichst mit hochwertigen Links.

Beginn der Optimierung am 31.04:

Es wurde direkt von uns begonnen das Linkprofil der Webseite zu verwässern und dies ausschließlich mit hochwertigen Foren Links direkt aus dem Content der Webseite heraus (sprich Link direkt im Posting), alle zum Posten genutzten Profile wurde bereits seit Monaten aufgebaut und haben somit ein gutes Standing in der Community und einen hohen Postcount. Es wurde auf Forenpostings zurück gegriffen, da diese noch nicht stark genug im Linkprofil der Webseite vertreten waren. Somit wurde das Linkprofil wieder etwas natürlicher.

Je schwerer der Link zu setzen ist, desto besser sind die Links aus Sicht von Google. Forenpostings haben sich dabei aus unserer Sicht als sehr effektiv erwiesen, besonders diese aus stark moderierten Foren. Jedoch wäre ein ähnliches, vielleicht sogar noch ein besseres Ergebnis mit Gastartikeln oder sogar Startseitenlinks zu erzielen gewesen.

Genutzte Ankertexte:

Besonders wichtig ist es keine Keywords mehr zu nutzen um den Schaden nicht noch größer zu machen als er bereits ist, daher wurde die Webseite über folgende Ankertexte verlinkt:

  • Hier klicken, Webseite, Internetseite, „Verlinkung von ganzen Sätzen“, URL, Schaut mal vorbei, usw…

Es wurde so verlinkt, als hätte ein normaler Nutzer verlinkt! Denn genau dies ist das Ziel von Google, manipulatives Linkbuilding aufzudecken und Webseiten zu belohnen welche von echten Menschen durch Links empfohlen werden.

Durch diese Maßnahmen konnte die Keyworddichte auf 23,91% zum Hauptkeyword gesenkt werden.

Ankertextdichte nach der Optimierung
Link-Metriken nach der Optimierung
Die Rankings der Webseite konnte wieder vollständig hergestellt werden und zum Hauptkeyword steht die Webseite nun wieder auf Platz 3 der organischen Suchergebnisse. Es wird nun noch weiter daran gearbeitet die Dichte der eingehenden Linktexte noch weiter abzusenken. Abschließend noch eine Grafik zum Verlauf der Ranking zum Hauptkeyword.
Ranking ist wieder zurück auf altem Niveau

Fazit und ein Blick in die Zukunft

Durch die Verwässerung des Linkprofil mit hochwertigen Foren Links konnte das Ranking der Webseite wieder Vollständig hergestellt werden. Die Sichtbarkeit ist wieder auf dem alten Niveau.

Doch kann es  mit dem herkömmlichen Linkaufbau nun so weiter gehen wie bisher, nur das man jetzt stärker auf die Ankertextdichte achten muss? Dazu ein ganz klares NEIN, denn dies war sicherlich nicht das letzte Update von Google um Webseiten zu bestrafen, welche sich nicht an die Richtlinien halten. Um eine Webseite aus dem Penguin zu retten ist dies sicherlich noch ein legitimer Weg, jedoch sieht der Weg den ein Suchmaschinenoptimierer gehen muss anders aus.

Die Zukunft des Linkaufbaus ist es keinen Linkaufbau mehr im eigentlichen Sinne zu betreiben! Es geht darum hochwertige Inhalte zu schaffen, welche die Menschen lieben und dann werden Links von alleine folgen. Man muss seine Seite zu einem Linkmagneten machen, denn nur diese Art des Linkaufbaus ist mit den Webmaster Richtlinien von Google konform. Ob dies nun durch Infografiken, Videos oder außergewöhnliche Texte geschieht bleibt jedem selbst überlassen. Wer diesen Weg beschreitet muss auch in Zukunft keine Angst vor den nächsten Updates von Google haben, denn Google liebt das was Menschen lieben! Vor allen Dingen muss man sich keine Gedanken mehr über Ankertexte machen, denn diese werden von den Menschen frei gewählt.

In diesem Sinne wünsche ich viel Spaß beim Erstellen toller Inhalte!

Tobias Clement

Ist ein begeisterter Suchmaschinenoptimierer und leidenschaftlicher Linkbuilder, immer auf der Suche nach neuen Trends und Taktiken, um Ihre Webseite zum Erfolg zu bringen.

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54 responses on “Fallstudie: Der Weg aus dem Pinguin

  1. […] habe ich hier eine tolle Fallstudie gefunden, die beschriebt, wie man aus der Pinguin Falle wieder heraus kommt. […]

  2. Malte sagt:

    Hallo Tobias,
    danke für die Fallstudie. Das bestätigt meinen Ansatz nur noch mehr. Auch ich war und bin immer der Meinung, dass ein Linkabbau nicht in Frage kommt. Dabei denke ich, dass zwei Gründe dagegen sprechen: 1. Der finanzielle Schaden, wie du es schon benannt hast und 2. ist es geradezu eine Einladung an Google.

  3. Peter sagt:

    Ich habe selbst ein Forum und wenn jemand kommerzielle Links setzt (und am besten noch nach dem ersten Posting) wird der Link natürlich entfernt, wie hast Du es geschafft die Links in stark moderierten Links unterzubringen ohne das sie gelöscht wurden?

    • Tobias Clement sagt:

      Hallo Peter,

      ich denke man sollte sich auch als Webmaster von dem Gedanken verabschieden das Links immer böse sind. Leider geht der Trend in Deutschland immer mehr dahin, wer Links setzt hat etwas böses im Sinn. Aber nun zu deiner Frage: Die Forenprofile wurden/werden über Monate hinweg aufgebaut und es wird zuerst ganz normal in der Community mit geschrieben, erst wenn das Profil in der Community anerkennt ist werden die ersten Links gesetzt. Auch ist es extrem wichtig das die Links dann für die Nutzer einen Mehrwert bieten und nicht nach Spam aussehen.

      Aber wie schon geschrieben, sieht das Linkbuilding der Zukunft anders aus!

  4. Michael sagt:

    Hallo Tobias,
    Super analyse und Danke für die hilfreichen Tipps. Bin shcon auf das nächste Posting hier gespannt.

  5. Seolike sagt:

    Guter Artikel. Zu mal man auf den Bildern auch wirklich sieht, dass es etwa sgebracht hat die dichte zu verringern. Ich glaube ich werde dich mal kontaktieren 🙂

  6. Marcel sagt:

    Sehr interessanter Artikel – Nur um einen Eindruck für die Größenordnung zu bekommen: Wie viele Links habt ihr denn via Foren-Posts gestreut?

    Gruß,
    Marcel

    • Tobias Clement sagt:

      Es wurden ca. 80 Foren Links gelegt, da die Domain noch kein zu starkes Linkprofil hatte. Je nach Größe der Webseite kann es aber schnell schwer werden das Linkprofil zu verwässern, bzw. es wird Kostenintensiv.

  7. DD sagt:

    Guter Artikel.
    Die Frage wäre, hattest du eine Meldung in den Webmastertools? Denn da besteht ja Google drauf, dass du links abbaust. Wenn du eine solche Meldung nicht hattest, dann war es ein guter weg, saubere links aufzubauen.

    • Tobias Clement sagt:

      Eine Meldung in den Webmastertools gab es nicht, aber selbst wenn würde ich keine Links abbauen. Die Kosten dafür sind wie schon beschrieben einfach zu hoch und es wird ein Signal an Google gesendet „Hey, ich habe etwas falsch gemacht“!

  8. Hi Tobias, wirklich eine sehr schöne Fallstudie. Echte Zahlen sind halt echte Zahlen. Möglicherweise könnte die Erholung aber auch zum Teil auf ein Nachjustieren seitens G zurückzuführen sein. Dein Ansatz macht aber Sinn, werde ich mal testen.

  9. Mario sagt:

    Ich glaube der erste Artikel nach dem Penguin Update mit Fakten und Belegen oder? Sehr gut!

  10. Yannick sagt:

    Sorry, aber das kann ich beim besten Willen nicht ernst nehmen und repräsentativ ist es bei einer 0,x ohnehin nicht…

  11. Tanja sagt:

    Vielen Dank für diesen informativen und hilfreichen Beitrag. Es stimmt tatsächlich. Die Forenpostings läßt man gern ausser Acht. Ein wirklich guter Tipp.

    Insgesamt versuchen aber auch wir tatsächlich immer mehr Linktausch & Co. zu vermeiden und einfach noch mehr „guten“ Content auf unseren Seiten zu platzieren. Denn wie du schon sagst, dieses Update wird ja nicht das letzte sein… 😉

  12. Toller Artikel und bestätigt nur, was auch ich schon beobachten konnte. Auch wenn der Abbau vielleicht auch funktioniert. Google merkt es ja und man bleibt sicherlich auf dem Schirm oder landet auch mal auf einer manuellen Sichtung!

  13. Simon sagt:

    Interessanter Fall.
    Allerdings war bis jetzt ja die einhellige Meinung, dass das Penguin Update als auch das Panda Update ein Filter ist, der nur bestimmten Zeitabständen gefahren wird. Das letze Penguin Update war laut Google am 25. Mai 2012. Das Hauptkeyword ist ja zu diesem Hauptwort wieder zurückgekommen, die ganze Domain aber erst später.
    Weiß jemand, ob es zu diesem Zeitpunkt (Woche vor dem 18.6) einen Penguin Refresh gab? Gibt es andere Domains, die das verifizieren?

  14. seo-diaries sagt:

    Mal eine Frage: hat auch diese Website einen „blauen Brief“ von Google bekommen?

    Ich bin bis jetzt davon ausgegangen, dass quasi alle die einen solchen Brief erhalten haben, eine Antwort darauf geben mussten, um überhaupt wieder aus dem Penalty raus zu kommen.

    • Tobias Clement sagt:

      Diese Webseite hat keinen „blauen“ Brief erhalten.

      • seo-diaries sagt:

        Interessant! Jetzt müsste man nur noch wissen, ob die Verwässerungsmethode auch bei Seiten funktioniert, die eben diesen blauben Brief erhalten haben.

        Das die Methode funktioniert hast du ja schon mehr als bewiesen 😉

  15. Rico sagt:

    Interessanter Beitrag! Es ist natürlich einfacher Seiten mit einer geringeren IP-Pop zu verwässern, aber grundsätzlich ist das hier mal sehr interessant. Grundsätzlich würde mich hier noch interessieren wie die Suchvolumen der Moneykeys waren. Kannst du da evtl. kurzes Feedback geben?

    Auch wäre interessant, wie die Domainpop vor der Verwässerung war. Du sagtes, dass Ihr 80 Links aufgebaut habt. Kann man daraus schließen, dass die Dompop bei ca. 20-30 lag? Mich interessiert hier vor allem das Verhältnis der aufgebauten Links.

    Danke schon mal.

    • Tobias Clement sagt:

      Das Suchvolumen liegt bei 6600 Suchen im Monat. Die Dom. Pop lag schon vor der Optimierung bei ca. 90 (laut Sistrix) – Ich glaube Sistrix ist hier nicht all zu schnell mit dem finden der Backlinks und es wird sicherlich auch noch eine Weile dauern – ob und in wiefern die 90 Links (Domain POP) vor der Optimierung richtig sind, lässt sich nur schwer sagen.

  16. Rico sagt:

    bzw. habt ihr deeplinks oder startseitenlinks aufgebaut?

    • Tobias Clement sagt:

      Da da die zu hohe Anktextdichte die Startseite betroffen hat, haben wir auch nur diese Seite mit Links versorgt um hier die Ankertextdichte zu verwässern.

  17. Patrick sagt:

    Ich glaub einige Kommentatoren verwechseln die „blauen Briefe“ mit dem Pinguin-Update 😉 Das sind zwei verschiedene paar Schuhe und bei beiden Sachen sollte man unterschiedlich reagieren.

    Der Artikel ist aber echt interessant – in der Theorie dachte ich bislang genauso, schön dass es in deinem Fall so auch funktioniert hat 🙂

  18. Sehbeben sagt:

    Der Artikel kommt zum besten Zeitpunkt den ich mir denken kann.
    Ich mach grad ein kleines Praktikum an einer Uni und beschäftige mich mit SEO und SEA.
    Hab zum Test mal eine kleine FB-Page eingerichtet um zu sehen, ob und wenn ja, wie lange der GoogleBot braucht um „mich“ zu finden und zu indexieren.
    Die Auswirkungen von Google-Updates, etc. sind idealer Stoff für den Abschlussbericht 😀
    Eins möcht ich nur loswerden: zieht doch bitte nicht noch den kleinen Tux-Pinguin in die Sache rein. Ist als Titelbild ein wenig irreführend.

  19. Christoph sagt:

    Sehr schöner Artikel! Gut und ausführlich! Genau so sollte es sein!! 🙂

  20. Selcuk Özkaynar sagt:

    Also bei kleinen Projekten mag das schnell umsetzbar sein aber bei größeren bezweifle ich stark, dass ein derartiges Vorgehen so klappen soll. Zumal Du keinen Eintrag in den WMT erhalten hast.

    Ich teste gerade 2 Projekte (vorher ca. 7.000 Besucher/Tag), bei denen ich bei einem die Links runternehme und bei dem anderen nicht. Bisher keine Veränderungen, wobei beide Male ich eine Nachricht in den WMT hatte. Mal sehen was passiert…

    • Tobias Clement sagt:

      Selcuk, den Spaß das Autoren Profil zu Hijacken kannst du dir sparen 😉 Link wurde gelöscht!

      Es sollte klar sein, das je größer die Seite ist(eingehende Links), desto Zeit intensiver ist eine Verwässerung des Linkprofils. Hier hat man dann die Spätfolgen, wenn lange schlechtes SEO betrieben worden ist.

      • Greg sagt:

        „Hier hat man dann die Spätfolgen, wenn lange schlechtes SEO betrieben worden ist.“…mit der Aussage wäre ich Vorsichtig…Es war kein schlechtes SEO, vor 10 oder 5 Jahren war es absolut ok und man kann bei so alten Domains mit hoher Domainpop kaum in 1-2 Jahren das Linkprofil so stark verwässern wie man es bei kleinen Portalen machen kann.

  21. Selcuk Özkaynar sagt:

    Lieber Tobias, es liegt mir fern, meinen eigenen Account zu hijacken 😉 denn alternativ hätte ich auch einer meiner Webseiten angeben können…meine E-mail Adresse hast du ja 😉

  22. Traveler sagt:

    Danke für die Studie. Mal sehen ob es auch bei mir wirkt.

    Grüße

  23. jensen sagt:

    Bezog sich der Prozentsatz der Keyword-Verlinkung nur auf Follow-Backlinks oder wurden dabei auch nofollow-Links berücksichtig?

  24. vanvox sagt:

    Schön zu wissen, dass es einen Weg aus dem Pinguin gibt, auch wenn es mich selbst nicht getroffen hat.

  25. Melusine sagt:

    Hallo Tobias,

    als Forenbetreiberin (und Neo-Bloggerin zu Forenthemen) finde ich deinen Artikel und die Kommentare dazu hochinteressant! Ich fragte mich z.B. bisher, was Linkspammer überhaupt in meinem Forum wollen, da alle Links in Beiträgen wie auch in Signaturen softwareseitig ohnehin nofollow sind. Zudem ist es ein ganz kleines Forum mit sehr wenigen Seitenaufrufen. Ich wusste gar nicht, dass auch nofollow-Links etwas bringen.

    Zudem wird mir jetzt das Verhalten einer bestimmten Sorte Linkspammer verständlicher. Eindeutigen Linkspam (z.B. Registrierungen aus China, die Links zu italienischen Online-Schuhgeschäften in die Signatur setzen) lösche ich natürlich sofort. Ich hatte es aber in den letzten ca. zwei Jahren mit einer anderen Form von Linkspam zu tun, und zwar immer von derselben Website und wie ich beobachtet habe in zahlreichen thematisch einschlägigen Foren: Accounts werden angelegt, die Spammer setzten „unauffällig“ ein paar belanglose Plapperpostings ab und melden sich dann längere Zeit nicht; nach einigen Wochen wird innerhalb eines „echt“ wirkendes Postings der Spam-Link gesetzt.

    Das Vorgehen ist „dümmlich“ und sehr leicht durchschaubar; in großen Foren scheint das aber dennoch zu funktionieren, da das belanglose Geplapper mitsamt dem eher unauffälligen (da thematisch passenden) Link im Betrieb untergeht. In einer überschaubaren Community funktioniert das allerdings nicht, da entweder Betreiber/Moderatoren oder User die menschlichen Spambots schnell entdecken. Ist man erst einmal darauf aufmerksam geworden und googelt, so stellt sich schnell heraus, dass derselbe Text etwa zeitgleich in vielen Foren abgesetzt wurde, und zwar immer von Usern, die entweder ganz neu sind oder bis dahin erst ein oder zwei vollkommen belanglose Beiträge verfasst haben.

    Dabei muss ich sagen, dass ich gegen die Linksetzung an sich überhaupt nichts einzuwenden hätte. Es ist keine eindeutig kommerzielle Werbung und passt thematisch. Nur die Art, WIE der Link gesetzt wird (und das penetrant immer wieder!), finde ich absolut indiskutabel. Laut (unverbindlicher) Auskunft eines bloggenden Rechtsanwalts könnte es sich dabei sogar um sogenanntes „Astroturfing“ handeln und wäre somit in Deutschland illegal.

    Ganz anders verhält es sich mit Forenprofilen, die – wie du in deinem ersten Kommentar schreibst – über Monate aufgebaut werden und Anerkennung erlangen. Das geht ja nur, indem man sinnvolle Beiträge zum Forum leistet. Das habe ich übrigens schon einmal als Tipp gelesen, wie man in Foren Werbung machen kann, OHNE damit Regeln zu verletzen oder zu nerven. Bloß ist das natürlich nicht in fünf Minuten nebenbei zu erledigen und kann auch nicht von einer unterbezahlten Hilfskraft erledigt werden, sondern macht richtig Arbeit und Mühe.

    Ich wurde schon gelegentlich gefragt, was mich denn an solchen – mal eben so nebenbei in meinem Forum abgeladenen – Werbelinks stört, wenn sie doch thematisch passen. Ganz einfach: Das billige Täuschungsmanöver. „So fühlt man Absicht, und man ist verstimmt.“ (Goethe, Torquato Tasso)

    Übrigens beabsichtige ich, in meinem Blog in absehbarer Zeit eine Miniserie über Werbung in Foren zu schreiben – da kommt mir dein Artikel als Informationsquelle dazu, wie man es machen SOLL, gerade recht! 🙂

    LG Melusine

  26. Tobias sagt:

    Zitat: „Die Zukunft des Linkaufbaus ist es keinen Linkaufbau mehr im eigentlichen Sinne zu betreiben! Es geht darum hochwertige Inhalte zu schaffen, welche die Menschen lieben und dann werden Links von alleine folgen. Man muss seine Seite zu einem Linkmagneten machen…..“

    Ja, schon, ABER man muß ja auch ertsmal genug Masse erzeugen, damit dieser Effekt dann Eintritt. D. h. ich muß so bekannt vorher werden, dass die Seite auch gefunden wird…

    Welchen Tipp gibtst Du relativ neuen Seiten? Wie startet man am besten? Manche Seiten eigenen sich ja eher nicht für provozierende oder „laute“ Artiekl die erstmal für aufsehen sorgen und dann Verlinkungen folgen…

    • Tobias Clement sagt:

      Diese Bekanntheit, kann ganz einfach über SocialMedia erzeugt werden. Adde einfach möglichst viele Leute aus deiner Zielgruppe und du wirst sehen, es wird zurück geadded. Ab und an ein netter Tweet oder Post auf Google+ und schon baut man sich einen kleinen Kreis aus.

      Danach kann es dann losgehen mit dem schreiben von tollen Inhalten, diese können dann über Social Media verbreitet werden. Ggf. könntest du noch in den Kommentaren von anderen Blogs posten „das du über ein ähnliches Thema schreibt und diese Inhalte ein Mehrwert wären“ 🙂

      Ich hoffe man konnte mich verstehen.

  27. Maik sagt:

    Interessante Darstellung. Natural-Linking oder die Nachahmung davon wird in der nächsten Zeit dem unnatürlichen Verlinken den Rang ablaufen. Die Darstellung der Prozentsätze oben fand ich hilfreich.

  28. SEOup sagt:

    Wenn ich mir immer Kommentare bei vielen solcher Texte lese, weiß ich genau bescheid das es sich bei vielen nicht um SEO-Fachleute handelt, sondern um Hobby-SEOs.! ISt doch schon länger so das Variation des Anchors, natürliche Verlinkung, Link-Ratio, Verhältnis Follow/NoFollow, usw wichtig ist! Diese ganzen neuen Erkenntnisse lassen wahre SEOs schmunzeln! Und wenn ich das schon höre: Content schaffen der begeistert! Und wer entscheidet welcher Content das ist? Wenn jede Seite tollen Content bietet – werden dann alle Seiten überall verlinkt? Das sind immer solche Milchmädchen Tipps! Qualität vor Quantität im Linkaufbau und guten Content – das stimmt!

    Was ich immer noch erstaunlich finde, dass eingige Foren noch immer Links auf follow setzten bzw. möglich ist! Aber gut für uns 😉

    Grüße und SEOup your site

  29. Susan Fina sagt:

    danke, hat mir sehr gut weiter geholfen.

  30. @SEOup:

    Sorry aber dass Foren die Links nach wie vor auf follow haben, stimmt so nicht und abgesehen davon sind das ja wohl Taktiken aus dem letzten Jahrhundert 😉

  31. Seo-Nobby sagt:

    wir wissen ja nicht, was wir richtig gemacht haben, aber unser kleiner Webkatalog http://www.SPAMSEITE.xx hat nach den letzten Updates plötzlich ein Ranking bei Google, von dem wir nicht mal geträumt hätten. Die Tatsache, daß wir Links von unserer Startseite verkaufen hat dabei anscheinend keine Rolle gespielt.

    Mein Farzit: Google informiert immer so, wie es den Interessen der Suchmaschine dient. SEO und Linkkauf ist Google ein Dorn im Auge. Also wird verbreitet, daß dies schlecht fürs Ranking ist.

  32. @SEOup – Danke für Deinen tollen Kommentar – Klug AA hilft immer echt weiter, besonders wenn Sie mit einem gewissen Maß an Herablassung gegenüber anderen präsentiert wird, sowas hilt anderen echt weiter – Schade um die verschwendeten Buchstaben.

    Aber Zur Sache:

    Denn das Thema ist wirklich interressant und Danke dafür dass wir an den Erfahrungen teilhaben können.

    Auch ich habe 1 domain und 2 Test-domains die vom Pinguin nicht als „wertvoll“ eingestuft wurden.

    Problem zuviel Startseitenverlinkung mit dem Keyword, welches auch gleich der domainname ist. Früher toll – heute nicht mehr toll da es nicht mehr als Brandlinks sondern als Moneylinks eingeschätzt wird, wenn nicht www. oder besser noch http://www. davor ist.

    Ist zumindest meine Erfahrung.
    Auch konnte ich im Vergleich zu meinen anderen domains ein echtschlechtes Verhältnis zwischen Startseitenlinks und Deeplinks feststellen.

    Tobias, ich hoffe Du liest es und findest kurz Zeit uns vielleicht Deine Einschätzung zu geben:

    Du schreibst dass Ihr alle neuen links auf die Startseite gesetzt habt weil ja da die Keyworddichte in den links so hoch war. Damit habt Ihr ja auch das Verhältnis Startseitenlinks zu Depplinks eher wohl noch verschlechtert und seit trotzdem wieder nach vorn gekommen.

    Verstehe ich das richtig? Es geht in erster Linie nur um die jeweilige Seite und die Keyworddichte der links die darauf zeigen?

    Ich dachte immer dass es um das Linkbild der ganzen domain geht und das man auch bei einem schlechten Verhältnis von Startseitenlinks und Deeplinks in den Focus geraten kann.

    • Tobias Clement sagt:

      Hallo Marcel,

      klar sollte die Webseite im Grunde genommen eine ausgeglichene Linkstruktur aufweisen Startseitenlink/Deeplink. Alleine aus der Erfahrung heraus kann ich den Tipp geben, die Link dort zu setzen wo es notwendig ist zu verwässern. Bei unserem Projekt wurde der Penalty ja wie gesagt ausgelöst da eine zu hohe Keyworddichte auf die Startseite gezeigt hat, deswegen auch dort Verwässern.

      Aber generell sollte man auch auf eine gute Deeplink-Ratio achten, keine Frage!

  33. Danke für Deine Antwort.

    2 Fragen noch 😉

    Habt Ihr diese Ratio jetzt nicht arg verschlechtert?
    Und was ist eine gute Ratio vom Wert her, oder ist das auch von Keywordraum zu Keywordraum unterschiedlich?

    Danke schon einmal im Voraus

    • Tobias Clement sagt:

      Um eine gute Ratio heraus zu finden, einfach die Ratio der Konkurrenz anschauen. Am besten der Konkurrenz vor einem 🙂

      Denn Pauschal kann man keinen guten Werte nennen, dies ist von Nische zu Nische verschieden.

      In unserem Fall kannte die Konkurrenz so gut wie kaum Deeplinks, von daher war das Anlinken der Startseite nicht weiter problematisch.

  34. Holger sagt:

    Vielen Dan für diesen super Artikel!
    Grüße

  35. […] Der Weg aus dem Pinguin […]

  36. Daniela sagt:

    Linkaufbau immer für den Kunden und nicht für die Sumaschine betreiben, Natürlichkeit bei den Links ist neben gutem Content und onpage das A und O

  37. Markus sagt:

    Ziemlich hohe Keyworddichte hatten die.
    Aber was du im Artikel schreibst wird wahrscheinlich auch für die Zukunft die beste Taktik sein. Variieren ist wohl das beste SEO. 🙂
    Gruß, Markus

  38. Torsten sagt:

    Diese Erläuterungen fand ich sehr interessant. Ich selbst hab weder vom Panda-, noch vom Pinguin-Update was gemerkt – höchstens positive Effekte bei einigen Projekten (wobei mir nicht klar ist, ob es tatsächlich einen Zusammenhang gibt).

    Ja, Matt Cutts, der Spambeauftragte von Google, betont ja immer wieder, dass es vorrangig darauf ankommt, interessante Inhalte für menschliche Benutzer anzubieten (Do something cool!). Alles, was irgendwie künstlich wirkt, kann da schon kontraproduktiv sein.

    Ich glaube allerdings auch, dass immer ein Stück „Mystisches“ dabei ist – man also nicht in allen Einzelheiten und bis in die tiefsten Urgründe wird erklären können, warum die eine Website gut nach oben kommt, die andere nicht. Ich möchte das das „Kneipenphänomen“ nennen: Manche Kneipen brummen einfach, andere nicht, obwohl sie genauso gemütlich eingerichtet sind und die Bedienungen ebenso nett sind.

    Um einfach mal ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern bei all den bierernsten Fachkommentaren hier 😉

  39. Michael sagt:

    google s Richtlinien passen nicht ganz, wenn man sich das linkprofil der Seite nmo-web.com anschaut, sieht man ein Wert von knapp 60% monekeyword. Wie kann so eine Webseite Top platziert sein?

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