Gerücht: not provided Keywords bald auch bei Google AdWords?

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Was die SEO Szene vor geraumer Zeit schon Bitter beim organischen Traffic und dem Tool Google Analytics erfahren musste, könnte schon bald auch für alle die sich mit bezahlter Suchmaschinen Werbung befassen zur Realität werden. Zumindest wenn man dem Bericht von BarrySchwartz auf Search Engine Land Glauben schenken mag. Entsprechende Schockwellen durchlaufen auch gerade aktuelle die Online Marketing Szene. An vielen Kommentaren kann man gut erkennen, dass viele schon ihre Felle davon schwimmen sehen. Was geht da also vor sich?

Was bedeutet überhaupt not provided?
„not provided“ heißt so viel wie „steht nicht zur Verfügung“. Konkret geht es dabei um die Daten, welche der Webseitenbesucher bei der Google Suche eingegeben hat. Die Keywords also.  In der Vergangenheit stelle Google im hauseigenen Webanalyse-Tool Analytics die Keywords, welcher der Besucher vor dem Besuch der Seite eingegeben hatte zur so gut wie vollständig Verfügung. Seit einiger Zeit ist Google jedoch dazu übergegangen diese Daten nicht mehr zu Verfügung zu stellen. Nur noch selten erkennt man über welches Keyword der Besucher auf die eigenen Seite gekommen ist. Das ist für effizientes SEO natürlich eine recht große Hürde. Es gibt zwar Abhilfe für dieses Problem, aber die Workarounds sind mühselig und relativ ungenau, oder im Gegensatz zum einstigen Original, kostenpflichtig. 

Bisher ist es so: Beim Anlegen und Verwalten von AdWords Kampagnen bucht der Werbende Keywords oder Keyword-Kombinationen. Durch die durch AdWords gelieferten Daten kann man erkennen welche Keywords wirken, d.h. welche Wörter Kunden suchen bevor sie die eigene Webseite besuchen. Diese Daten dienen dann einer gezielten Optimierung der eigenen AdWords Kampagnen. Anzeigen und Keywords welche nicht funktionieren, die nicht besucht oder zu wenig Conversions  habe, werden geändert oder gleich ganz abgeschaltet bzw. durch Neue ersetzt.

Warum sollte Google auch den AdWords Kunden keine Keyword Daten mehr anzeigen?

SEO-United sieht als Grund das Google die Daten durch Instant im Grunde selbst manipuliert, und man somit gar nicht mehr genau sagen kann, welche Keywords der Besuche überhaupt eingeben wollte und ob der Klick eben genau auf Grund des selbstständig eingegeben Keywords erfolgte. Andere Quellen, wie z.B. ghergich.com sprechen davon, dass Google „lediglich“ so genanten 3rd Party Apps die Daten abdrehen möchte. Das würde bedeuten, dass Tools von Drittanbietern nicht mehr so genau arbeiten würden, und die AdWords Kunden letztlich auf die von Google zur Verfügung gestellten Tools angewiesen sind. Vielleicht möchte Google ganz einfach ein noch größeres Stück vom Kuchen als bisher haben?! Für mich erscheint die letzte Erklärung die bisher Wahrscheinlichste.

Angeblich soll Google noch diese Woche die Änderung Ankündigen. Man darf auf jeden Fall gespannt sein.

Was würde im schlimmsten Fall passieren?

Für Agenturen und auch Werbetreibende Firmen dürfte der Fall, dass keine Daten mehr zum Erfolg angezeigt werden in jedem Fall ein Super-Gau sein. Das Ergebnis wäre, dass man als (zahlender) Kunde weiter auf Keywords oder Gruppen Geld bieten könnte, jedoch nicht deren Erfolg kontrollieren könnte. Jedenfalls wäre eine Analyse nur noch eine grobe Schätzung. Im Ergebnis würde das erhöhte Ausgaben nach sich führen, da wesentlichen breiter eingebucht werden müsste. Google würde so wahrscheinlich am Ende mehr verdienen, jedoch würde ein großer Vorteil, der immer und immer angepriesen wurde, zumindest teilweise wegfallen. Nämlich die riesigen Streuverluste der klassischen Werbung praktisch zu eliminieren.

Jascha Hilz

Ist Digital Native, seit seiner Kindheit in der Online-Welt unterwegs und begeistert sich seit Jahren für Online-Marketing, Web-Entwicklung sowie neue Ideen und Trends im Digital-Business.

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2 responses on “Gerücht: not provided Keywords bald auch bei Google AdWords?

  1. Peter Demel sagt:

    Ja. Den Eindruck habe ich auch, dass Google die regeln so verändern möchte,
    oder schon verändert hat, dass man sich auf die Top -Platzierungen mit SEO Optimierung
    nicht wirklich verlassen kann. So ist man gezwungen Google AdWords zu benutzen.

    • Jascha Hilz sagt:

      Hallo Herr Demel.
      Grundsätzlich haben Sie mit Ihrem Eindruck nicht ganz unrecht. Die not provided Problematik ist für viele SEO Maßnahmen eine größeres Problema, so, dass man immer öfter gzwungen ist AdWords zu verwenden. In diesem Artikel ging es aber um Keyword Daten innerhalb von AdWords, womit der effiziente Einsatz von AdWords deutlich schwerer würde.

      Beste Grüße

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