In den Zeiten von Penguin-Updates und manuellen Maßnahmen, ist der Ruf nach dem Linkabbau schnell ausgesprochen. Doch nicht immer ist der Linkabbau das geeignete Mittel.

Wir möchten Ihnen anhand der nachstehenden Grafik erläutern, wann Linkabbau für Ihr Unternehmen in Frage kommt und wann man lieber mit anderen Maßnahmen gegen ein Absinken des Rankings vorgeht. Denn oft wird aus SEO-Sicht der Kosten/Nutzen-Faktor außer Acht gelassen, doch dieser stellt für einen Unternehmer eine zentrale Größe dar. Auch wenn man es nicht gerne sagt: Linkabbau kostet Geld! Alleine die Kontaktaufnahme und Kommunikation mit diversen Webmastern und Redaktionen verschlingt sehr viel Zeit.

Linkabbau – wann muss man handeln?

Linkaubbau will gut überlegt sein.Manuelle Spam Maßnahme oder Penguin-Update

Oft gibt es auf diesem Gebiet fatale Verwechselungen, welche dann zu einer falschen Behandlung der Symptome führen. Daher möchten wir hier noch einmal kurz auf die Unterschiede zwischen dem Penguin-Update und einem manuellem Linkpenalty eingehen.

Der Rankingverlust ist da, nun geht es also an die Analyse der Problematik. Ein erster Blick in die Google Webmaster-Tools sollte hier schnell zur Aufklärung verhelfen, denn seit Google in den Webmaster-Tools die Informationen über manuelle Maßnahmen veröffentlicht, lassen sich diese hier einfach auslesen.

manuelle-massnahme

Ist die Webseite an dieser Stelle nicht betroffen, sollte das nächste Augenmerk auf die Ankertextdichte der eingehenden Links fallen. Ist an dieser Stelle (im Verhältnis zur Konkurrenz, in der Nische) eine zu hohe Keywordichte vorhanden, handelt es sich um den Besuch des kleinen Penguin. Diese  Analyse ist wichtig, um die Strategie für das weitere vorgehen der Google Optimierung abzustecken.

Penguin-Update: Was ist zu tun?

Beim Penguin-Update handelt es sich um ein algorithmisches Update. Wenn Ihre Webseite also hier betroffen ist, dann sind gewisse Schwellenwerte (z.B. im Bezug auf die Ankertextdichte) überschritten worden. Das heißt nur das Sie Aufgrund der aktuelle Werte der Ankertextdichte in einen Filter gerutscht sind und nicht Aufgrund einer manuellen Abstrafung – soweit schon mal die gute Nachricht.

Um einen solchen algorithmischen Penalty wieder zu lösen, reicht es in der Regel die Ankertextdichte durch das Verwässern des Linkprofils wieder herab zu setzen. Mittlerweile haben wir durch diese Methode 7 Webseiten wieder aus dem Penguin-Update befreit und können daher von einem funktionierendem Vorgehen sprechen.

Ein Linkabbau ist an dieser Stelle (noch) nicht nötig. Sollte der Aufbau von hochwertigen Links nicht anschlagen, sollte man den Linkabbau als letztes mittel sehen! Aus der Praxis heraus kann man sagen, das es in der Regel 3-6 Monate dauert um ein Linkprofil ausreichend zu verwässern. Das ganze ist natürlich immer davon abhängig wie lange vorher schlechtes Linkbuilding betrieben worden ist.

Manuelle Spam Maßnahme

An dieser Stelle ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen! Wenn Ihre Webseite eine manuelle Spam Maßnahme in den Webmaster-Tools eingetragen hat, müssen Sie handeln. Denn hier hat bereits ein Mitarbeiter des Search Quality Teams Ihre Webseite überprüft und ist dabei zu dem Ergebnis gekommen – Hier wurde manipuliert und Ihre Offpage Optimierung ist nicht natürlich!

Google möchte nun sehen das Sie aktiv gegen die Penalty vorgehen – hier ist die Dokumentation des Vorgehens einer der wichtigsten Punkte. Denn diese Dokumentation müssen Sie am Ende im Reconsideration Request anführen und Google von Ihren guten Absichten überzeugen.

Schritt für Schritt aus den manuellen Maßnahmen
  • Mit Hilfe der Webmastertools können Sie über den Reiter „Manuelle Maßnahmen“ genau feststellen, welche URL Google in Dorn im Auge ist. Sollten hier keine genaueren Erläuterungen zu finden ist, müssen Sie sich um die Startseite Ihrer Domain kümmern.
  • Finden Sie Links zu Ihrer Webseite, welche auf unnatürliche Weise entstanden sind. Sei es durch Linkkauf, Linktausch oder aber auch andere Maßnahmen die durch Google als Manipulation gewertet werden können.
  • Schreiben Sie die Webmaster der betreffenden Seiten an und lassen Sie die Links entfernen (soweit Möglich)
  • Sollten Sie negative Links nicht entfernen lassen können, so schicken Sie diese Domains durch das Disavow-Link-Tool
  • Dokumentieren Sie alle ausgeführten Schritte im Detail. Je genauer Sie Ihr vorgehen und veranschaulichen können was gemacht wurde, desto besser ist dies für die Quality-Rater von Google.
  • Starten Sie im letzten Schritt den Wiederaufnahmeantrag und geben Sie alle gemachten Schritten penibel an, damit sich die Quality-Rater ein genaues Bild über Ihr vorgehen machen können.

wiederaufnahme-antrag-erfolgreich

Fazit

Teilweise ist der Linkabbau eine unumgängliches Übel um einer Penalty entkommen zu können. Jedoch sollte dies (im Fall Penguin-Update) immer nur die letzte Möglichkeit bleiben, da hinter dem Abbau von Links in der Regel ein großer Kostenapperat steckt.

Versuchen Sie daher bei einem algorithmischen Penalty immer erst durch eine Verwässerung des Linkprofil (Backlinkaufbau)diesen zu lösen, bevor Sie damit beginnen Links abzubauen. Zum einen entstehen Ihnen Kosten durch den Abbau von Links, zum anderen können Sie Ihrer Webseite nachhaltig schaden, wenn die falschen Links abgebaut werden.

Tobias Clement

Ist ein begeisterter Suchmaschinenoptimierer und leidenschaftlicher Linkbuilder, immer auf der Suche nach neuen Trends und Taktiken, um Ihre Webseite zum Erfolg zu bringen.

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2 responses on “Linkabbau: So geht’s richtig!

  1. Klaus sagt:

    Unterstrichene Texte sind hier keine Links. Kann man sich nicht an Internet-Standards halten?

    • Tobias Clement sagt:

      Hallo Klaus,

      guter Hinweis. Wir werden den Text diesbezüglich nochmal etwas überarbeiten, um hier keine Missverständnisse aufkommen zu lassen.

      Beste Grüße
      Tobias

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